safefin.org die BaFin warnt- Geld weg! - Dr Thomas Schulte

safefin.org die BaFin warnt: Geld weg!!!

Die rechtlichen Grundlagen der BaFin-Warnung

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eindringlich vor den Finanzangeboten auf der Website safefin.org gewarnt. Im Raum steht der Verdacht, dass die dort agierende Safefin GmbH mit Sitz in London ohne die erforderliche Erlaubnis Bankgeschäfte sowie Finanz- und Wertpapierdienstleistungen anbietet. Diese Warnung ist nicht nur für potenzielle Anleger relevant, sondern wirft zugleich wichtige rechtliche Fragen auf, die insbesondere im Bereich des Finanzmarktrechts und der Marktaufsicht geklärt werden müssen.

Die BaFin stützt ihre Warnung auf § 37 Abs. 4 Kreditwesengesetz (KWG) und § 10 Abs. 7 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Diese Vorschriften regeln die Verpflichtung zur Erlaubniseinholung für Unternehmen, die Bank- oder Finanzgeschäfte innerhalb Deutschlands betreiben wollen. Ohne eine solche Genehmigung operieren Unternehmen im rechtswidrigen Bereich. Der deutsche Finanzaufsichtsrahmen soll sicherstellen, dass nur seriöse Anbieter Zugang zum Markt erhalten, um Verbraucher vor Betrug und unlauteren Geschäftspraktiken zu schützen.

Missbräuchliche Nutzung von Unternehmensdaten

Besonders brisant ist der Vorwurf, dass die Safefin GmbH unrechtmäßig Teile des Impressums einer in Deutschland tatsächlich zugelassenen Kapitalverwaltungsgesellschaft nutzt – konkret der COI Partners Deutschland GmbH. Laut BaFin besteht zwischen beiden Unternehmen keine Geschäftsbeziehung. Ein solches Vorgehen ist rechtlich hochproblematisch, da es gezielt darauf abzielt, Vertrauen zu erschleichen. Die Verwendung fremder Impressumsangaben kann strafrechtliche Folgen nach sich ziehen, etwa wegen Betrugs und irreführender Werbung.

Rechtliche Konsequenzen unerlaubter Finanzdienstleistungen

Wer ohne Erlaubnis Finanzdienstleistungen anbietet, handelt ordnungswidrig – unter Umständen sogar strafbar. Nach deutschem Recht können empfindliche Geldbußen verhängt werden. Kommt es zur Täuschung von Anlegern, drohen strafrechtliche Ermittlungen. Die BaFin kann in solchen Fällen nicht nur warnen, sondern auch konkrete Maßnahmen ergreifen – etwa die sofortige Einstellung unerlaubter Geschäfte oder den Einzug unrechtmäßig erlangter Gelder.

Die Bedeutung der BaFin für Finanzmarktstabilität

Die BaFin ist eine zentrale Säule der Finanzaufsicht in Deutschland. Sie schützt Verbraucher vor unseriösen Anbietern und trägt zur Marktstabilität bei. Ihre Warnungen sollen präventiv wirken und Anleger für typische Betrugsmaschen sensibilisieren. Im Fall der Safefin GmbH weist die BaFin gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und den Landeskriminalämtern auf besondere Vorsicht bei Online-Finanzangeboten hin.

Wie sich Anleger schützen können

In einer digitalisierten Finanzwelt sind Anleger mehr denn je Betrugsrisiken ausgesetzt. Die BaFin empfiehlt:

  1. Anbieter recherchieren
    Prüfen Sie in der Unternehmensdatenbank der BaFin, ob ein Anbieter über die erforderliche Lizenz verfügt.
  2. Unabhängige Beratung einholen
    Lassen Sie zweifelhafte Angebote durch einen spezialisierten Rechtsanwalt prüfen.
  3. Warnsignale ernst nehmen
    Unrealistisch hohe Renditeversprechen, fehlerhafte Impressumsangaben oder aggressive Werbung sollten Sie besonders kritisch machen.

Die Rolle der Rechtsberatung bei Finanzbetrug

Dr. Thomas Schulte, erfahrener Rechtsanwalt in Berlin, ist spezialisiert auf Kapitalmarktrecht und digitale Betrugsfälle. Er erklärt: „Wir erleben zunehmend, dass Unternehmen den Anschein der Seriosität erwecken, ohne über die notwendige Erlaubnis zu verfügen. Hier ist schnelles juristisches Handeln gefragt, um Schäden zu begrenzen und rechtliche Ansprüche zu sichern.“

Das richtige Vorgehen bei Verdachtsfällen

Haben Sie bereits Geld investiert oder Zahlungsaufforderungen erhalten, ist schnelles Handeln entscheidend. Lassen Sie den Sachverhalt umgehend rechtlich prüfen. Melden Sie verdächtige Anbieter zusätzlich bei der BaFin, um weiteren Schaden für andere Anleger zu vermeiden.

Fazit: Finanzmarktaufsicht schützt Verbraucher

Die aktuelle Warnung zur Safefin GmbH zeigt, wie wichtig eine funktionierende Finanzaufsicht ist. Verbraucher sollten nur geprüften Anbietern vertrauen und sich bei Unsicherheit rechtlich beraten lassen. Vorsicht und Aufklärung sind der beste Schutz vor Finanzbetrug.

Ansprechpartner – Rechtsanwaltskanzlei Dr. Thomas Schulte

Rechtsanwaltskanzlei Dr. Thomas Schulte
Malteserstraße 170
12277 Berlin
Telefon: +49 30 221922020
E-Mail: law@meet-an-expert.com

Dr. Schulte ist führender Vertrauensanwalt des ABOWI Law Netzwerks und berät zu Kapitalmarkt-, Verbraucher- und Internetrecht.

Offizieller Link zur BaFin-Warnung
https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/unerlaubte/2025/meldung_2025_03_19_Safefin_GmbH.html

Autor: Maximilian Bausch

Vielseitig interessiert, weltweit unterwegs und Onlineexperte. Nach einer Ausbildung als Industriemechaniker studiert er Wirtschaftsingenieurwesen. Er schreibt zu technischen und wirtschaftlichen Themen.

Share:

Facebook
Twitter
Pinterest
LinkedIn